Archiv der Kategorie: Jeder von uns….

Immer wieder.

Du warst noch sehr weit entfernt von mir, doch ich war hin und weg. Mit deiner Gangart hast du mich neugierig gemacht. Solch eine Eleganz und mit einem ganz eigenen Rhythmus, so etwas Schönes, habe ich noch nie zuvor gesehen. Viel zu langsam verringerte sich die Entfernung zwischen uns, so langsam, dass ich einen schnelleren Gang einlegte. Es dauerte keine 2 Sekunden und ich wurde wieder langsamer. Bei einem schnelleren Schritt würde ich die Zeit verkürzen und deinen Anblick nicht so lange genießen können. Zielstrebig und mit sehr viel Eleganz nähertest du dich mir. Mein Herz schlug mit jedem Schritt von dir schneller und ich konnte es nicht erwarten, dir gegenüberzustehen. Nur was dann? Soll ich dich ansprechen? Zweifel mischten sich in meine Hoffnung, dich kennenzulernen. Meine Augen wichen in der ganzen Zeit nicht einmal von dir ab. Wie in Trance schaue ich dir zu, so intensiv, dass ich nicht bemerkte, wie mein Einkauf sich auf der Strasse verteilte, weil der Henkel meiner Einkaufstasche abriss. Als mir eine alte Dame half, meine Sachen aufzuheben, hast du dich daran beteiligt. Mit einem so unglaublich schönen Lächeln hast du mir eine Ersatztüte gereicht, dass ich immer nervöser wurde. Wie sich herausstellte, kannten sich die beiden Damen. Da meinte die alte Dame zu ihr, er steht auf dich. Sie fragte, woher sie es wüsste. Da lächelte die alte Dame über ihr ganzes Gesicht und meinte, so habe ich meinen Herbert kennengelernt. Beim Weitergehen sagte sie Gott sei Dank das heutzutage die Einkaufstüten immer noch reißen.

09.2015  (C) Christian L.

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Art der Liebe.

Lieben ist keine Kunst, geliebt zu werden dagegen schon. Dich in meiner Nähe zu wissen ist, alles, was ich je wollte. Wann spüre ich dich am meisten? Immer dann, wenn du eben nicht direkt bei mir bist. Gemeint ist nicht, wenn ich sehe, was du alles für uns bzw. mich machst. Eher die Reaktion deiner Freunde, wenn ich nicht dabei bin, auf eurer Tour. Am Anfang schüttelten deine Freunde mit dem Kopf und konnten nicht verstehen, warum du an mich denkst. Sie meinten immer zu dir, schalte doch mal ab und genieße den Tag. Du sagtest daraufhin, ich genieße jeden Augenblick als währe er dabei. Die Vorstellung das Sie nicht an mich denken dürfe würde sie zerreißen. Deine Freunde sprachen mich darauf an, mit einer gewissen Skepsis warteten sie auf meine Reaktion. Ein Lächeln war alles, was mir in den Sinn kam, es ging mir eben genauso wie ihr. Nur dass ich meine Emotionen nicht im Gesicht mit mir herumtrage. Dennoch merken es auch meine Freunde, weil ich manches Mal mit den Gedanken leicht abwesend bin. Wo ich bin? Das ist doch wohl klar. Eben bei dir und das schon eine gefühlte Ewigkeit. O.K. wir sind zwar erst 7 Jahre, 3 Monate, 15 Stunden, 48 Minuten und 32 Sekunden zusammen. Aber wer zählt schon?

08.2015 (C) Christian L.

Und wieder einmal möchte ich mich bei Bastellieschen für das schöne Bild bedanken. Dankeschön


… nicht mehr alleine.

Wer sucht und findet, hat für „sich“ das Beste erreicht.

Wer nicht sucht, sondern gefunden wird

und dieses sich für ein selber richtig anfühlt,

erlebt das Optimum gemeinsam.

(C) 07,2015  Christian L.


Geduld.

 

Heute wir es knapp, mein Chef bestand auf Überstunden. (19:30Uhr) in zwei Stunden beginnt der Film. Vorher essen gehen, da wird wohl nichts draus. Doch wenn wir uns beeilen? Na ja, vielleicht doch. (20:17Uhr) Schatz ich bin da. Oh schön, doch schon so früh? Hörte ich aus dem Bad. Ähm, du bist noch nicht fertig? Wir wollten doch Los? Wie soll ich mich beeilen, wenn ich keine genaue Uhrzeit bekomme? Sorry Liebes, du weißt doch, mein Chef. Dann geh doch mit ihm ins Kino. Danke, das brauche ich jetzt auch nicht. So, erst mal umziehen und dann ab durch die Mitte. (20:43Uhr) fertig, und du? Einen Moment noch bin gleich da. Klappt ja besser als ich dachte. 20 Minuten Später. Das glaube ich nicht, nun sitz ich hier auf glühenden Kohlen und Madame ist immer noch nicht fertig. Schätzchen, wie sieht es aus? Bist du so weit? Natürlich bin sofort da.(21:12Uhr und 18 Sekunden) da klang ein Aufschrei aus dem Schlafzimmer. Oh nein, eine Laufmasche. Bin sofort bei dir, einen Augenblick noch. Egal gehen wir halt in die Nachtvorstellung. (21:25Uhr) es regte sich nichts im Schlafzimmer. Schatzi? Keine Antwort. Liebes? Nichts. Jetzt schau ich nach. Als ich die Schlafzimmertür öffnete, sah ich sie, völlig relaxt auf dem Bett liegen und Pralinen essen. Willst du mich verschaukeln? Fragte ich sie. In einem ruhigen Ton, mit einem unschuldigen Blick und einem tollen lächeln, sagte sie. Ja genau verbreite gekonnt Stress und Hektik. Der Termin fürs Kino ist erst Morgen.

© 07.2015 Christian L. 

 


Endzeit?

… o.k. du brauchst eine Auszeit, aber warum von unserer Ehe? Was gibt es über unsere bisherige Zeit zu überlegen? Alles ziehst du in Zweifel, da kommen auch mir Gedanken, die mir nicht schmecken. Habe ich etwas falsch gemacht? Offene Karten, so haben wir es immer gehalten. Vielleicht bin ich auch nicht mehr interessant für dich, da du alles von mir weißt. Du konntest immer auf mich zugreifen, weil ich für dich irgendwie gläsern war. Erreichbar und Gläsern also berechenbar, toll, jetzt merk ich es auch. Es heißt doch, wer sich rarmacht, macht sich beliebt. Nur habe ich mich immer so verhalten, dass keine Eifersucht aufkommt. Das scheint wohl auch falsch zu sein. Als wir uns kennenlernten, warst du neugierig auf alles, was mich betraf. Heute ist alles geregelt und verplant. Der nächste Gedanke macht mir Angst. Hast du dich vielleicht verliebt? Ausbrechen aus dem Alltag und Neues oder Interessantes erlebt. Gibt dir jemand anderes das Gefühl, begehrt zu sein? Daran darf ich gar nicht denken, verliere ich dich? Ist vielleicht schon so viel passiert, dass du nicht mehr zu unserem Leben zurück willst? Egal wie das ausgeht, ich liebe dich und es wird auch immer so sein. Traurig macht mich, dass es auf diese weise geschieht. Frauen, du kannst sie nicht verstehen und du kannst es ihnen meist nicht recht machen. Welche Chancen hat unsere Ehe noch?

© 06.2015 Christian L.


Sehnsucht.

Wie gerne wäre ich jetzt bei dir. Mit geschlossenen Augen

deine Nähe spüren, und im gleichen Moment deinen Duft

war nehmen. Deinen Atem an meinem Hals spüren und

dich zärtlich festhalten. Diese Sehnsucht, nach unserem

Herz an Herz Gefühl, raubt mir unendlich viel Kraft.

In diesen, sehr verzweifelten, Stunden schöpfe ich

Kraft, mit einem Foto von dir. Es ist nicht irgendein

Foto, sondern das eine richtige, echte Foto von dir. Bei

einer Fotosafari sah ich dich durch das Okular der

Kamera und du lächeltest durch Zufall in meine Kamera.

Unsere erste Begegnung, unser erster Blick und um mich

war es geschehen. Mit sehr viel Anstrengungen und einer

gefühlten Ewigkeit an Zeit haben wir

zueinandergefunden.Jedes Mal wenn ich aus

betrieblichen Gründen von dir getrennt bin, habe ich

dieses Gefühl und verzehre mich nach dir. Vielleicht

sollte ich dir dieses gar nicht schreiben.Doch ich stehe

zu allem, was uns ausmacht, und zu dir sowieso.

(C) 06.2015 Christian L.


Was bleibt?

 

Ein großer Haufen Fotos, CDs, DVD, Eintrittskarten,

Urlaubsabrechnungen, Mitbringsel und vieles mehr.

Also passt mein ganzes Leben auf einen keinen Tisch?

Fotos, oder auch volle Fotoalben haben nur dann einen

Sinn, solange es Menschen gibt, die sich daran erinnern

oder ein eigenes Interesse haben. Von klein auf über die

Hochzeit, die Geburten bis hin zum heutigen Tag, alles

festgehalten. Und nun? War das alles? Soll das mein

Leben gewesen sein? Alles wertloser Plunder? Den

niemand gebrauchen kann oder haben will? Habe ich

denn mein Leben nicht gelebt?

 

Oder war da mehr?

Mit dem Foto meiner verstorbenen Hilde in der Hand

spürte ich meine Verzweiflung. Hilde, was mach ich

jetzt? Fragte ich, doch es war nur ein Ruf in die Stille.

Es war doch eigentlich ein tolles Leben, was wir hatten.

Bleibt denn nichts übrig?

Andere bauten sich Pyramiden oder Schlösser und wie

man sieht, sind solche Monumente auch dem Untergang

geweiht.

 

Diese Gedanken ließen mich nicht Los und es vergingen

Tage und Nächte. Wieder einmal am Grübeln, es war

später Nachmittag, da drang von der Hofmauer ein

Wehklagen zu mir herüber. Als ob sich ein Kind verletzt

hätte. Die Kleinen aus der Nachbarstraße sind über die

Mauer gestiegen und haben sich an den Kirschen, in

unserem Garten, schadlos gehalten. Deren Eltern trafen

mit mir gleichzeitig bei dem verletzten Kind ein. Als der

kleine Junge versorgt war und die Eltern sich wieder auf

den Heimweg machten ging auch ich zurück.

 

In diesem Moment wusste ich, was Übrig bleibt.

 

Ich rief die Kinder und ihre Eltern zurück und machte für

mich genau das Richtige. Ich erlaubte den Kindern mit

ihren Eltern bei mir so viele Kirschen zu pflücken, wie

sie wollten. Was sie dankend annahmen.

Zurück am Tisch und der Vergangenheit.

Da nahm ich das Foto meiner Hilde wieder auf und sagte

zu ihr mit einer gewissen Erleichterung. Warum soll ich

mir sorgen machen, was nach mir ist, wichtig ist, dass es

weiter geht. Wir haben unsere Zeit gehabt und unsere

Kinder gehen ihren Weg. Das, kann uns keiner nehmen.

 

© Christian L.

 

© Gisela E.


Wofür?

 

Samstagabend 21:30 Uhr, ein wirklich milder Abend

heute und setzte meinen Spaziergang durch die

Innenstadt fort. Bei der Kinderboutique sah ich sie

stehen, Marion? Ja klar, das ist doch die Marion und

ging auf sie zu. Auf dem Weg zu ihr sah ich, wie sie sich

ihre Tränen wegwischte. Aus der Distanz konnte ich

auch Frauenaufreißer Willi sehen, wie er auf Marion

zusteuerte. Kaum war er bei ihr angekommen, bedrängte

er sie mit seiner selbst verliebten Art, wie immer, ohne zu

merken, dass sie ein Problem hat. Kurz bevor ich bei

ihren angekommen bin, rief ich den Willi zu mir. Leicht

klagend, ich würde ihn stören, kam er doch. Nachdem ich

ihm erklärte das mit der Marion etwas nicht stimmte

ging er weiter. Marion was ist Los? Fragte ich ganz

ruhig. Du rührtest dich nicht und ich fragte noch mal,

Marion was hast du? Um diese Uhrzeit habe ich dich

noch nie in der Stadt gesehen. Dann legte ich meine

Hand auf ihren Arm und du hast dich fürchterlich

erschrocken. Als du wortlos festgestellt hast, wer ich

war, drehtest du dich weg und weintest leise weiter. He

Marion, was ist denn mit dir? Wiederholte ich, und es

kam keine Reaktion von ihr. Nach einer Weile nahmst

du mich in den Arm und fingst an zu erzählen. Oh Bernd,

alles, was man macht ist, falsch. Sie zu unterbrechen

traute ich mich nicht. Sie gab selten Mal, was

Persönliches von sich und ihrer Situation preis. Er

schwor mir das, er mich liebt und ist zu einer anderen

gezogen. Ohne Erklärung und ohne Rücksicht auf unsere

Kinder. Was soll jetzt werden? Wie soll ich das nur den

Kindern beibringen? Moment mal, wo sind den deine

Kids? Mit tiefen Schluchzern sagst du, sie sind bei

meinen Eltern. Es ist alles so sinnlos, alles so! Dass ihr

Kinder habt, ist also falsch? Warum Kinder in die Welt

setzen, wenn man sich irgendwann trennt. Ach Quatsch,

las eure Kinder aus dem Spiel, sie können doch nichts

dafür. Und außerdem brauchen diese Racker, dich jetzt

erst recht. Weist du was? Wir gehen jetzt erst einmal

nach Hause und reden über alles, dann werden wir

sehen, wie es weiter geht.

 

        © 07.2014 Christian L.

Ein herzliches Dankeschön an Bastellieschen (Gisela E.) für diese schönen Bilder, die ich hier auf meiner HP benutzen darf.


Der letzte Tanz der Nacht.

Ach nee, heute habe ich keine Lust raus zu gehen. Man

 kann es leid werden, immer diese Fleischbeschauung.

 Sind neue Frauen da? Wer ist überhaupt gekommen?

Doch die meisten Frauen sind doch sowieso nicht frei.

 Entweder haben sie gerade eine Beziehung beendet oder

sie sind schon sehr lange alleine. Einigen Frauen toben

sich nur aus und sind nicht auf der Suche nach einem

Partner. Ja, ich habe mich von Freunden überzeugen

lassen. Mit den Worten, heute wird es anders sein.

Warum nicht, gehen wir tanzen. Alles ist, in den

ersten zwei Stunden, so abgelaufen, wie ich es mir

vorgestellt habe, bis auf eine Ausnahme.

Da hinten im Eck sitzt eine Frau, die immer wieder zu

mir rüber schaut. Wow, sie sieht echt toll aus, nur

bei solch einer Frau habe ich keine Chance.Da stand

sie auf und kam schnurstracks auf mich zu.

Meine Hände fingen an zu schwitzen, und im Gedanken

 immer nur „hoffentlich geht sie jetzt nicht nach Hause“.

 Sie ging an mir vorbei und der Windhauch wehte ihr

 Parfüm in meine Richtung. Dafür das Ich ihr begegnet

 bin hat sich dieser Abend gelohnt. Den ganzen Abend

 über schauten wir uns aus der Distanz an. Keiner von

 uns traute sich, oder kam auf die Idee, den anderen

 anzusprechen. Einige Stunden später sagte der DJ, ihr

 Wart ein super Publikum und nun das letzte Lied.

 Kommt gut nach Hause und bis bald. Die Musik begann

 und keiner ging auf die Tanzfläche. Ich wollte gerade

 gehen, da tippe sie mir auf die Schulter und fragte „willst

 du tanzen“? Überglücklich ging ich mit und wir tanzten

 den letzten Tanz der Nacht.

 04.2014 (C) Christian L.

Dieses Video hat mir freundlicher weise Schutzengel51

zur Einbindung auf meiner Seite bei WP zur

Verfügung gestellt.

Vielen dank Schutzengel51.

 

 


Rückblende.

Der 25. Hochzeitstag, und heute willst du mich noch mal

 Heiraten! Tief in mir weiß ich, dass ich dich oft verletzt

 habe, doch ich durfte immer „Ich“ bleiben. In so vielen

 Momenten habe ich deine Liebe nicht verdient und trotz

 allem, warst du an meiner Seite. Manches Mal war ich

 rücksichtslos, weil meine Situation es erforderte und

 dennoch, wichst du nicht von meiner Seite. Zu jedem

 Zeitpunkt konnte ich mit dir rechnen, obwohl es dir oft

 gegen den Strich ging. Deine Liebe zu mir ist wohl das

 Einzige, was unsere Ehe bislang aufrechterhielt. Heute

 wo das Streben und Leisten ihre Bedeutung verlieren,

 komme ich auf die eigentliche Kraft des Geschehens

 zurück. Der erste Versuch, kirchlich zu heiraten, ging

 wohl mächtig schief. Alle Gäste waren da, ich stand in

 der Kirche und wir warteten auf dich. Dein lieber Herr

 Vater wollte dich schon vor einer viertel Stunde hier

 herbringen. Doch dann kam alles anders. Mein bester

 Freund kam und übergab mir einen Zettel.

Image design by Gisela E.

 

Darauf stand, dass Du mich erst kirchlich heiraten willst,

 wenn Du dir sicher bist. Nach weiteren 22 Monaten war

 es so weit, wir starteten einen zweiten Versuch. Dieses

 Mal ging alles Gut. Und heute zu unserem Jubiläum

 willst du mich noch mal heiraten.

 

Dann öffnet sich die Tür und du strahlst übers ganze

Gesicht.

Ergriffen von deinem Blick und deinem Aussehen, nahm

 ich dich in den Arm. Du spürtest mein Glück  und

 sagtest, Danke für, so viele schöne Jahre, unsere Kinder

und das du mich liebst.

© Christian L.


Das ist der Tag ….

Liebe Barbara,

Seit 3 Jahren sind wir beide ein Paar. Seither gab es nur 11 Tage und Nächte, in denen wir getrennt waren und nur aus beruflichen Gründen. Ja, wir haben uns gestritten und gefetzt, versöhnt und verziehen, und uns wahrhaftig geliebt. Den Alltag gemeistert, Seite an Seite gekämpft und dabei eine gute Figur gemacht. Unsere eigene Fehler aufgegeben und gelernt, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Es gab bisher keinen einzigen Tag, mit Dir, den ich bereue. Es gab auch keinen einzigen Tag, an dem ich mir Deiner nicht sicher war. Es wäre unverzeihlich, dich unglücklich zu machen. Dieses sind doch die besten Voraussetzungen für eine glückliche Ehe.

Liebe Barbara.

Möchtest Du mich Heiraten?

Genau so werde ich es machen. Heute Abend gehen wir Essen dann platzt mein Herz. Hoffentlich bringe ich vor Aufregung nichts durcheinander. Ach es wird schon gut gehen. Oh Mann und was ist, wenn der Ring nicht passt. Höre auf dich verrückt zu machen. Der Tisch ist bestellt, den Ring habe ich in der Jacke und jetzt erst einmal nach Hause.

Schatz, ich bin da.

Toll wie ein alter Ehemann lass dir bald, was anderes einfallen. Hm, keiner da? Sie müsste doch schon längst da sein. Ach ne, macht Sie etwa Überstunden?

Der Anrufbeantworter ist an. Es sind 15 Nachrichten.

Hallo, was ist hier Los.

Nachricht 1: Frau Eckbert, hier spricht ihr Chef. Sie sind seit 3 Stunden überfällig, rufen Sie bitte unverzüglich zurück.

Moment mal, Sie war gar nicht Arbeiten?

Nachricht 2: Frau Eckbert, wenn ihnen ihr Arbeitsplatz wichtig ist, rufen Sie unbedingt zurück. Heute ist dieser wichtige Termin mit dem kanadischen Kunden und Sie wissen, wie wichtig dieser Tag für die ganze Firma ist. Ich schicke einen Boten, um die Unterlagen abzuholen.

Stopp, wo bist Du? Ja, ich weiß, es ging dir nicht sonderlich Gut und ich habe gedacht, du währst überarbeitet.

Nachricht 3: Thomas hier ist Mutti, bleib ganz ruhig, der Jürgen ist auf dem Weg zu dir. Warte, bis er da ist, es ist sehr wichtig.

Ich rannte zum Fenster auf dem Weg dorthin klingelte es auch schon. Als ich die Tür öffnete, kam der Jürgen mit beruhigenden Gesten auf mich zu.

Es ist halb so schlimm.

Was ist Los? Wo ist Barbara? Und warum soll ich mich beruhigen?

Komm ich erkläre dir alles unterwegs.

Wo fahren wir hin?

Ins Krankenhaus.

Ungeduldig und den Tränen nah.

Ist es schlimm?

Dass weiß ich nicht, ich weiß nur das Ich dich fahren soll.

Endlich da.

Ich stürmte ins Krankenhaus, wo meine Mutter schon auf mich zukam. Ich nahm ihren Kopf in beiden Händen und fragte:

Wo ist Barbara? Wie geht es ihr?

Ganz ruhig, ich weiß auch nur was von Kreislaufschwäche. Dort in diesem Zimmer liegt sie.

Mit Tränen in den Augen fragte ich.

Mutti, was sagt der Arzt?

Das will sie dir selbst sagen.

Vorsichtig und voll Verlustängste öffnete ich die Tür.

Da lag Sie und lächelte mich an.

Schatz, was ist mit dir?

Fragte ich und kämpfe mit meinen Tränen.

Wie Du weißt, ich hatte mein Leben lang nur zwei Wünsche.

Ja, und?

Einer von beiden wird jetzt wahr.

Wir werden Eltern.

(C) Christian L.


Reisende

20:45Uhr, die Wohnungstür öffnet sich. Oh Mäuschen Du bist heute aber spät dran. Ja ich muss auch gleich wieder weg. Ja? Das habe ich Dir doch heute Morgen gesagt. Nein das hast Du nicht. Doch, doch das habe ich. Und was hast Du mir gesagt? Dass ich noch mit der Nelly zum Solbad fahre. Warte doch Mal. Was machst Du da? Na, ich packe meine Tasche fürs Baden. Ach ja, und dazu brauchst Du Deine Akten und Deinen Schmuck. Bitte ich habe es sehr eilig. Hey, meinst Du wirklich Du kannst mich für dumm verkaufen? Ich will sofort wissen, was Los ist. Morgen reden wir   o, k, doch jetzt muss ich weg. Wenn Du jetzt gehst, ohne mir zu sagen was geht, dann kann ich es Dir ja sagen. BN – _ _ 34__ reicht Dir schon das Kennzeichen? Oder soll ich fortfahren? Äh wie jetzt? Sein Name: Ben, oder vielleicht auch Benjamin, 42 Jahre, ungefähr 1,85m groß und leicht untersetzt. Kenn ich nicht, so ich muss jetzt und lass uns Morgen reden, ja? Unseren Abschied habe ich mir respektvoller vorgestellt. Aber bitte, geh. Ach, mach doch kein Drama daraus. Nein das mache ich nicht, Du verlässt mich ja nur. Also endet es so, wie es begonnen hat, Du flüchtest. Flüchten? Quatsch! Ich geh doch nur ..las Dich unterbrechen, der Ben wartet. Die anderen Sachen kannst Du immer noch holen, ruf mich in den nächsten Tagen Mal an. Ach ja, gib mir nur noch den Wohnungsschlüssel, den brauchst Du doch jetzt nicht mehr.

(C) Christian L.

 

                                        Image design by Gisela E.


Traumfrau

….. komm mal auf den Punkt, wie soll Deine Traumfrau

aussehen oder sein.

Ach Udo, das ist nicht so einfach.

O. k. fangen wir mit der Größe an.

Es geht nicht um Größe, eher um das gesamte Paket.

Da waren wir schon! So eine Frau für Dich muss man

basteln oder backen. Dann eben die

Mindestvoraussetzungen, was muss Sie mitbringen?

Augen, in denen ich mich verlieren kann aber nicht

verraten bin.

Ein Gesicht, an dem ich mich nicht sattsehen kann und

ein Herz, das für mich schlägt.

Doch das Wichtigste ist, dass „Sie“ mich nicht braucht.

Wie nicht braucht? Ja eben, eine Frau, die mich nicht

nötig hat oder braucht, die mich aber will, ohne Wenn

und Aber.

Hallo, bleib auf dem Teppich. So eine Frau gibt es doch

gar nicht.

Geben schon, die Frage ist wo?

Und was ist, wenn Du nicht Ihren Vorstellungen

entsprichst.

Genau, schon haben wir ein Wenn und Aber.

Ich habe das Gefühl, Du wirst noch sehr lange alleine

sein.

Alleine bin ich nicht, vielleicht nur ein bisschen einsam.

Was wäre, wenn Du es übergangsweise mit einer anderen

versuchst?

Bis ich wusste, was ich will habe ich mich auch

durchprobiert.

Und was hindert dich daran es weiter zu Probieren?

Genau, so bist Du.

© Christian L.01.2014

Image design by Gisela E.


Liebe?

Ich liebe Dich.

Ist das nur so daher gesagt wie z. B. das Kleid, ist schön.

Nur weil Deine Partnerin gefragt hat und Du als Mann

nichts Falsches sagen willst? Natürlich wird, dass „Ich

liebe Dich“ überbewertet, weil an keiner anderen Stelle

im Leben so oft gelogen wird, wie in diesem Moment.

 

Ein Beispiel, wenn Deine Frau Dir seit einiger Zeit den

letzten Nerv raubt, warum auch immer, sagst Du Ihr

dann auch „ich hasse Dich“ oder hilfst Du Dir anders?

 

Also ist es doch nicht so einfach.

 

Liebe ist eine Herzenssache mit Gefühlen und

Leidenschaft. Etwas, was jeder für sich anders definiert

und lebt. Selbstverständlich geht man damit nicht

leichtfertig um. Es, in der richtigen Situation

anzuwenden ist mit unter eine Herausforderung. Frauen

haben in für Sie „falschen Momenten“ gleich

Hintergedanken und dann geht es Los. Entweder wird

geklammert oder Er hat was angestellt, oder, oder, oder.

Dabei haben Sie nur laut gedacht.

 

Für Männer ist es nicht immer leicht seine Gefühle

auszudrücken, daher halten sie sich damit eher zurück.

Wenn man einen Mann fragt „Wie oft hat Deine Frau

Dir schon gesagt: „Das Sie Dich liebt“? Schütteln Sie den

Kopf und winken ab. Fragt man eine Frau, sagt Sie

spontan „Viel zu selten“.

 

Fazit, wenn Mann seine Frau liebt, sollte Er es Ihr

sagen, egal in welcher Situation. Denn ein ehrliches

Wort kann man nicht falsch verstehen. Es ist nicht die

Menge die zählt sondern die Ehrlichkeit, die da hinter

steht.

© Christian L. 01.2014

Image design by Gisela E.


Alles Vergebens?

Mein Leben lang habe ich Dich gesucht. Soll ich aufgeben? Oder bist Du irgendwo da draußen. Auch wenn das Internet und die Luftfahrt alle relevanten Punkte in kürzester Zeit erreichbar machen Dich, habe ich nicht gefunden. Manches Mal war ich für die eine nur ein Sprungbrett, für andere nur ein Abenteuer. Zwei Drittel meines Lebens sind schon vorbei und in meinem Herzen klafft ein riesen Loch.

Mit Sicherheit habe ich sehr einsame Zeiten erlebt und bin damit wohl noch nicht durch. Hoffnungslosigkeit und Resignation sind noch nie für mich ein Thema gewesen, doch die Uhr tickt.

Um mich herum sind Paare, die strahlen, Glücksgefühle aussenden und ihre liebe Leben. Habe ich ein Recht auf Hoffnung, die Liebe, meines Lebens zu finden? Oder geht es mir wie tausend anderer die sich mit ihrer Einsamkeit arrangieren müssen?

Wenn doch auf jeden Topf ein Deckel passt? Muss ich wohl ein Wog sein.

Vielleicht hast Du in diesem Augenblick, dass gleiche in Deine HP geschrieben oder Du liest gerade meine und Du erkennst Dich meinen Worten wieder. Dann bist Du in bester Gesellschaft.


Jetzt kann es nur noch aufwärtsgehen, am Boden war wir Leidensgenossen lange genug. Stellen wir uns dem Leben denn es gibt noch so viel zu entdecken. Vielleicht ist die wahre Liebe doch noch irgendwo da draußen.
Alles Vergebens? Nein, ich nenne es „eine lange Etappe auf dem direkten Weg zu Dir“

 

© Christian L. 03.2013

 


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