… alles zu seiner Zeit

Ich wünsch dir

    ein Leben, wo du dich nie verlierst.

    ein Jahr, von dem du dein ganzes Leben Zähren kannst.

    einen Monat der sich als Start egal, für was, auszeichnet.

    eine Woche, in der Du nichts bereust.

    einen Tag, der dir sagt, es gibt nichts Besseres.

    eine Stunde Lebenslust auf mehr.

    eine Minute, die dir die Augen öffnet.

    eine Sekunde, in der du dich für das Richtige entscheidest.

© Christian L. 11.2011 .


Geschenke

Ich schenk dir etwas,

 

was sich viele Menschen wünschen.

dass ich unendlich zur Verfügung habe.

was trotz allem sehr kostbar ist.

was man nicht kaufen kann.

dass nicht jeder bekommt.

was von Herzen kommt.

wonach man süchtig werden kann.

was du selber gibst, meist, ohne es zu merken.

Ich schenk dir, Liebe.

© Christian L. 09.2011


Du

 

Dein Name klang so schön wie nie

in meinem Ohr war’s ne Melodie.

Kaum im Ohr wahrgenommen

bereits im Herzen angekommen.

Seither ich leide Höllenqualen

wie soll ich meine Schuld bezahlen.

Nur Du weißt mich zu befreien

ich will dein Leben nicht beleihen.

Sein Herz verschenkt ganz leis und still

weis nicht, ob sie es haben will.

Die Trauer in mir wird mich erschlagen

und geh mir selber an den Kragen.

Liebe, Glück und Seelenruh

Glaube mir, das bist nur DU.

 

© Christian L.08.2011

 

 


Früher oder später…. Part 2

 Fortsetzung.

Auf dem Weg zum Lokal bemerkte ich Ihre Unruhe, als würde Sie irgendetwas antreiben. An der Lokal Tür nahm ich ihre Hand, drehte mich zu ihr und sah in ihre Augen. Da sah ich die Frau, in die ich mich damals verliebt habe. Für ein Gespräch war das Lokal zu voll. Sollen wir nicht lieber dort zum Fluss gehen? Fragte ich Sie, Sie nickte kurz und ging weiter. Keine zwei Schritte weiter erfuhr ich Gegebenheiten, die ich so noch nie bedacht habe.

Es ist unentschuldbar was ich euch angetan habe. Nur bin ich, nicht mehr ich gewesen. Wir haben unser Leben damals so verplant, dass die Zukunft für die nächsten fünfzig Jahre feststand. Du hattest alles im Griff und auf alles eine Antwort. Du warst der sichere Halt in meinem Leben und doch haben wir uns verloren. Das Leben haben wir auf später verschoben, nur wann ist später? Ewigkeiten warten, dass sich etwas ändert? Ein Mauerblümchen, das war ich früher nicht und das bin ich heute immer noch nicht. Sei bitte ehrlich, die Luft war aus unserer Ehe doch schon lange raus. Wir funktionierten doch nur noch.

Ich hörte Ihr wortlos zu Bei dem, was Sie mir unter Tränen erzählte.

Mein Gott Jan, was für ein süßes Baby er doch war. Ich wollte doch immer für mein Kind da sein. Nur wenn ich nicht gegangen währe, währe ich daran zerbrochen. Fast zwei Jahre habe ich mit mir gerungen, und nur, weil ich wusste, wie sehr Du den Jan liebst und alles für ihn tun würdest, nur deshalb konnte ich gehen. Auch wenn du mir nicht glaubst, ich habe dich immer geliebt.

Hinter mir hörte ich ein Rufen, dass immer lauter wurde. Mutti? Mutti? Mit einem Sprung über die Parkbank fiel unser Sohn, seiner Mutter in die Arme.

Ich wollte ihn schützen und ihm nicht sagen, dass seine Mutter wieder da ist.

Es gibt, in diesem Fall, wohl nichts Dümmeres wie sein Kind vor seiner eigenen Mutter schützen zu wollen.

© Christian L.  06.2011

 


… in deiner Liga.

Wir kennen uns nur flüchtig, dabei begegnen wir uns andauernd. Das eine und andere Wort haben wir zwar schon gewechselt, dennoch sind wir noch in keinem gemeinsamen Thema angekommen. Alles Bisherige ist mehr so blah blah und wie denn auch. Wenn sich unsere Blicke treffen, bekommt keiner von uns einen vernünftigen Satz heraus. So nervös, wie wir beide uns aufführen, müssten wir doch gut zusammenpassen. Aber genau da liegt der Hase im Pfeffer. Es gibt da so einiges, was uns trennt und, was es irgendwie unmöglich macht, das wir zueinanderfinden. Du bist älter, intelligenter, weltoffener und obendrein wohlhabend. So, jetzt komme ich als Normalo daher und finde Dich himmlisch. Für mich ist es kein Problem, das Du über mir stehst. Mein Herz hat dich schon erwählt, da wusste ich noch nichts von Dir, was bei dir wohl ganz anders ankommt. Vielleicht hast Du ja auch Herzklopfen und kannst Dir eine Beziehung zwischen uns vorstellen. Wenn da nicht dieses Riesige „ABER“ wäre. Wie schnell würde sich unsere Liebe in Wohlgefallen auflösen, wenn sich unsere Leute über uns das Maul zerreißen. Es wäre doch denkbar, dass Du einige lieb gewonnene Freunde verlieren würdest und Du darunter leidest. Ich möchte dir nichts kaputt machen. Deshalb werde ich als Mann, der nicht in deiner Liga spielt, es auch nicht so weit kommen lassen. Ich habe nicht gesagt, dass es für mich einfach wird. Aber Du bist nun Mal jedes Opfer wert.

© Christian L. 05.2011


Früher oder später….

Du bist wieder da, ich glaube es nicht, Du bist wirklich wieder da.

Wie geht es dir? Diese Frage habe ich schon bereut, bevor ich sie stellte und Deine Antwort war für mich wie eine schallende Ohrfeige. Mit einem leicht arroganten Unterton erwidertest Du, ich, habe Karriere gemacht.

Auf einmal war alles wieder so, als wärst Du gerade erst gegangen. In mir kocht ein Cocktail aus Liebe, Wut, Einsamkeit, Hoffnung, Trauer und Verzweiflung hoch. Moment Mal, ganz ruhig, alles auf Anfang und ganz von vorn. Wie war das noch? Ach ja, am 21.08.1996 um 20:49Uhr hast Du mir erklärt, dass es besser für uns sei, unsere Ehe zu beenden. Ach nein, Du hast entschieden, dass es besser sei, so wird ein Schuh draus. Nach acht Jahren Ehe und einem tollen Sohn hast Du es für besser gehalten unser Glück zu beenden. Deine Freiheit und Zukunft ohne uns auszubauen und die Welt mit Deinen Ideen zu beglücken. OK, Du hast weniger Worte gebraucht, was wohl daran lag, dass vor dem Haus ein Auto mit laufendem Motor stand. Das Ich das Datum und die Uhrzeit noch so genau weiß liegt nur daran, dass für mich mein Leben genau an diesem Punkt endete. Du warst für mich die große Liebe, und nun? Da standen wir, mein Sohn und ich, vor deinem Scherbenhaufen. So wie es aussieht, haben unsere Freunde einen guten Job gemacht. Denn ohne Sie hätten wir wohl größere Narben zurück behalten.

In all diesen Jahren hast Du dich nicht einmal gemeldet, warum jetzt? Äh … ähm … also … äh … ach, das ist alles nicht so einfach. Wo ist der Jan? Lenk bitte nicht ab, noch mal, was machst du hier? Eigentlich wollte ich euch nur Mal sehen. Eigentlich? Du hattest 15 Jahre Zeit, warum jetzt? Nun lass uns dass doch nicht so zwischen Tür und Angel besprechen. Daran soll es nicht scheitern, lass uns da drüben ins Lokal gehen. Können wir nicht bei euch ins … Nein, dass können wir nicht und das werden wir nicht.

Fortsetzung folgt.

© Christian L. 05.2011


Signale

Woran liegt es nur, dass ich mir Deiner, nicht hundertprozentig sicher bin. Ist es mein Ego, mein Stolz, mein Machthunger oder vielleicht, bin ich es gar nicht. Es kann ja auch sein, das mein Umfeld mir suggeriert, es würde etwas geschehen, was sich gänzlich meiner Kontrolle entzieht. Etwas, was Dich von mir entfernt. Da fragt man sich, wie man darauf reagieren soll. In jungen Jahren geht es wohl sehr überstürzt zu. Doch mit der Zeit, wenn die Erfahrungswerte Früchte tragen, und dem Partner Ehrlichkeit, Treue, grenzenlose Liebe mit einer kleinen Überraschung hier und da vermittelt wird, relativieren sich schnell einige Hindernisse. Es ist nicht immer nur einer, der den Gleichklang einer Beziehung ausrichten kann. Doch die Basis einer jeden Beziehung ist und bleibt das „Vertrauen“. Jeder ist sein eigener Mensch, der sich für das eine oder andere entscheidet. Je größer der Freiraum umso klarer sind die Entscheidungen die man trifft. Ist der Freiraum zu klein, fühlt man sich gezwungen. Ist jedoch der Freiraum zu groß hat man seinerseits das Gefühl als würde man nicht mehr gebraucht. Ist die Liebe erschüttert, gibt es eine kleine Eiszeit. Doch ist das Vertrauen erschüttert, wurde eine Wunde erzeugt, die nie wirklich verheilt. Und wo liegt jetzt mein Problem? Oder habe ich keins? Vielleicht habe ich ein eigenes unsicheres Gefühl. Nun ja, vielleicht Liebe ich Dich auch nur zu sehr, so sehr, dass ich mir über uns Gedanken mache.

© Christian L. 05.2011


Das möchte ich erleben.

Wenn ich am Morgen aufwache, weil der Radiowecker meine Nachtruhe unterbricht, dass der Sprecher sagt:

Heute Nacht ist nichts Außergewöhnliches passiert.

Dass ich nach der Morgenrasur:

Mal nicht blute.

Bei der Tasse Kaffee zu Hause:

Nicht schon an die Arbeit denke.

Wenn ich das Haus verlasse und der Nachbar von gegenüber:

Sein scheißfreundliches Grinsen lassen würde.

Nachdem ich am Arbeitsplatz angekommen bin:

Sich die Angst der Kollegen, um Ihren Arbeitsplatz, nicht in ihren Gesichtern spiegelt.

Wenn ich nach Hause komme:

Meine Kinder nichts ausgefressen haben.

Meine Frau mir in die Augen schaut und mich mit nur 3 einfachen Wörtern begrüßt:

Ich liebe dich.

Nachdem die Rasselbande verschwunden ist:

Meine Frau mit mir einen Blick in den Himmel riskiert.

Will ich das wirklich?

Ja, aber nur ein einziges Mal mit einem Veto für den letzten Punkt.

                                                             © Christian L. 05.2011

 


Rumms, die Tür war zu.

Rumms, die Tür war zu.

Raus hier nichts wie raus, sonst platze ich. Oh, diese Frau macht mich verrückt. Immer mit dem Kopf durch die Wand und immer hat sie recht, meint sie zumindest. Mit einem kräftigen Tritt, gegen eine Getränkedose, versuchte ich mir Luft zu machen. Es ist bei ihr schon zu einer Tradition geworden, egal was ich auch mache oder sage, immer hat sie was zu meckern. Seit fast 3 Monaten geht das schon so. Ich habe so einen Hals. Wie stelle ich es an, ihr gerecht zu werden? Mit Lautstärke auf jeden Fall nicht. Das gibt es doch gar nicht, wir haben immer gerne gestritten und irgendwie haben wir uns immer geeinigt. Doch, was da abgeht, ist nicht normal. Geht es vielleicht überhaupt nicht um den Streit? Geht es um etwas ganz anderes? Da versteh einer die Frauen, erst verlieben sie sich in den Menschen, der man ist und dann wollen sie ihn umbauen. Anpassen an ihre Bedürfnisse, modellieren, schleifen und wenn es sein muss auch Teile gänzlich abschaffen. Prima, eine tolle Idee, wenn da nicht der Mann in mir nicht währe, der um das bisschen Selbsterhalt was er braucht, kämpft. In diesem Moment klingelt mein Handy. Ein Blick auf das Display und schon war klar, wer anruft. Es ist die beste Freundin meiner Frau. Hallo Britta? Was geht. Das frage ich dich? Als ich gerade bei euch angerufen habe, war deine Frau ganz aufgelöst. Britta sei nicht böse, entgegnete ich ihr, aber ich habe gerade keinen klaren Gedanken übrig das mit dir zu diskutieren. Sorry, ich rufe dich nachher zurück OK.  Freundschaft ist was Tolles, doch nicht in jeder Situation zu ertragen. Es hilft nichts, da kann ich noch stundenlang durch den Park laufen, davon bekommen wir unser Problem nicht in den Griff. Leise schließe ich die Wohnungstür auf, da sehe ich noch Licht im Wohnzimmer. Liebes? Hast du für uns etwas Zeit, wir müssen Reden. Inge, ich liebe dich wie am ersten Tag, nur so, können wir nicht weiter machen. Was ist mit dir los? Plötzlich kamen Geräusche aus dem Flur und Britta steht in der Tür. Sag es ihm, flehte sie meine Inge an, nun sag es ihm schon, er muss es wissen. Was muss ich wissen? Fragte ich erstaunt. In diesem Augenblick drehte sich meine Frau zu mir um, wischte sich die Tränen aus ihrem Gesicht und hob nicht ihrem Kopf. Mit einem versteinerten Blick in Richtung Fußboden sprach sie leise, ich kann verstehen, wenn du gehst. Wieso sollte ich gehen wollen, erwiderte ich. Als sie ihren Kopf hob, liefen dicke Tränen über ihr Gesicht, und ihre Stimme klang immer verzweifelter. In einem Gespräch zwischen Michael und dir ist der Satz gefallen, dass du zu jung für Kinder bist und jetzt auf keinen Fall, Vater werden willst. Ich bin schwanger und habe Angst dich zu verlieren.

(C) Christian L.

 


Im Park

Die ersten Sonnenstrahlen überfielen mich beim Spaziergang. Da reckte ich die Nase in die Luft und die Wärme der Sonne durchdrang meine kalte Haut. Nach 5 min. tippte mir ein kleiner Junge ans Bein und fragte:

Was ist den da oben? Ich kann da gar nichts sehn.

Mit einem Grinsen im Gesicht schaute ich mir den kleinen Kerl genauer an.

Ich habe etwas wiedergefunden was ich sehr lange vermisst habe.

Und wer hat es da oben hingeworfen?

Sagte der Kleine. Nun eigentlich war es die ganze Zeit da, aber Sie war immer verdeckt.

Was denn?

Fragte der Kleine aufgeregt.

Da kam auch schon seine Mutter und rief Mike lass doch den Mann in Ruhe.

Schon gut, ihr Sohn fragt ja nur, weil er verstehen will.

Da wendete ich mich dem kleinen Kerl zu und sagte, na die Sonne.

Da ging der Junge mit folgenden Worten zu seiner Mutter und lachte.

Die hätte ich auch gefunden.

 

Christian L.

 

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Wenn Tränen trauer tragen.

 

Wenn Wimperntusche mit Tränen gemischt,

sich über dein Gesicht ergießt.

Wild und teilverschmiert sich in Richtung Mund bewegt,

weil´s sich laut dein Herz erfleht.

Hab ich´s wieder übertrieben?

Mit dem einen, Dich zu lieben?

Nein mit Liebe hat es nichts zu tun,

eher einmal kundzutun.

Wer mir die Seele vollgemüllt

dem Ich die Wut ins Ohr gebrüllt

Befreit von einer Seelenqual,

befällt´s dich wieder ,

ohne Zahl.

 

©  Christian L.

 

 

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…auch wenn es schwer fällt.

12:00 Uhr mittags am Arbeitsplatz und immer wieder denke ich an dich.

Der Gedanke an Trennung lässt mich frieren, denn ich würde dich für immer vermissen.

Doch die Traurigkeit in deinem Gesicht ertrage ich nicht länger.

Liebes ich weis es, woher ist egal, doch ich weis es.

Schon seit Tagen druckst du so herum, vermeidest ganz normale Berührungen und musst länger Arbeiten.

Telefonierst stundenlang mit deiner Freundin, wer es glaubt.

Du sagst gemeinsame Termine ab und bist für andere nicht zu sprechen.

Ziemlich eindeutig die Geschichte, oder?

Es ist wohl so weit.

Du hast einen anderen.

Warum gerade jetzt? Warum überhaupt? Was ist passiert?

Du konntest mit mir immer über alles reden und jetzt nicht mehr? Ich verstehe die Welt nicht.

Wenn ich heute Abend nach Hause komme, werden wir es wie erwachsene Menschen angehen.

Es aus der Welt schaffen und für klare Verhältnisse sorgen. So schwer es auch ist.

Der gleiche Tag nur ca. 8 Std. später.

Mit einem mulmigen Gefühl öffnete ich die Tür. Da riefst du, warte noch einen Moment.

Na, eilig hatte ich es nicht mit dir die Trennung anzusprechen, also warte ich.

Dann öffnete sich die Tür, im Hintergrund flackerte Kerzenlicht.

Als du in der Tür standest, warst du wunderschön zurechtgemacht. Eine neue Frisur und ein bezauberndes Kleid.

Da sagtest du und ich traute meinen Ohren nicht, Schatz jetzt kannst du reinkommen.

Du fielst mir um den Hals und warst so glücklich. Wir küssten uns. Dann schauten wir uns wortlos an.

Nach ein paar Augenblicken sagtest du setz dich, ich habe dir etwas zu erzählen, was unser Leben auf den Kopf stellt.

Als Erstes möchte ich mich bei dir entschuldigen, das ich die letzten Tage so kurz angebunden war.

Ich hörte sie und wusste nicht, was ich davon halten sollte.

Ich hatte noch nie Geheimnisse vor dir, fuhrst du fort, doch dieses Mal konnte ich nicht anders.

Es war ein weiter Weg und bin total überarbeitet, doch ich habe es geschafft.

Ich bin befördert worden.

Das habe ich nur deiner Geduld und Liebe zu verdanken.

 

    ©  Christian L.

 

Gisela E.
Mit freundlicher Unterstützung von G.E.


..ohne Ausweg?

Nasskalte Luft, ein unwirklicher Tag ist es heute. Es ist nicht nur das Triste grau in grau, es ist auch diese Situation. Ich darf nicht daran denken. Abschalten, weglaufen ist nicht der richtige Weg und doch, ich würde alles tun, alles um es abzuwenden.

Wir schauen uns nicht an und jeder versucht sich und seine Gefühle im Zaum zu halten. Einen Haufen belangloses Gequatsche ließen wir von Stapel, nur dem Thema was alles von uns abverlangt, aus dem Weg zu gehen.

Kalte schauer jagten über meinen Rücken.

Als ich deine Hand in meine legte, berührten sich unsere Verlobungsringe. Wortlos schauten wir uns an und eine Träne lief dir übers Gesicht.

Deine Blicke flehten mich an, etwas zu ändern, doch ändern, können es nur wir beide.

Der Zug fuhr in den Bahnhof ein.

Hektisch nahmst du mich in den Arm und mit zitternder Stimme sagtest du, ich liebe Dich.

Jetzt gab es kein halten mehr und wir ließen unseren Tränen freien Lauf.

Je näher der Zug kam umso fester hielten wir uns.

Nein, es ist zu früh sagtest du und immer wieder berührten sich unsere Lippen.

Unsere Liebe kann doch so nicht enden. War das wirklich alles?

Retten kann uns nur noch eins doch das hast du immer abgelehnt. Es kam für dich nie in Frage, zu heiraten.

Was habe ich zu verlieren? Dich, dich verliere ich, wenn ich es jetzt nicht mache.

Dann schaute ich tief in deine Augen und fragte gegen deinen Wunsch.

Willst du mich Heiraten?

Mit einem Strahlen und mit Tränen im Gesicht sagtest du, so laut, wie du konntest, ja, ja ich will.

 

Christian L.

 

Gisela E,


Weihnachten

Ist es nicht diese Zeit im Winter, in der man irgendwie netter ist?

Oder sollte man, dass nicht zumindest versuchen?

Wie auch immer, die Weihnachtszeit ist doch die Zeitspanne zwischen Geschenke kaufen und geben.

Kekse backen und Wohnung schmücken, Glühwein trinken mit Freunden und Familie.

Eine Tanne besorgen und Braten bestellen.

Nüsse zu knacken und sich Sorgen, um sein Gewicht zu machen?

Stopp

Weihnachten ist sehr viel mehr als eine Materialschlacht.

Für den einen ist es ein schwelgen in Erinnerungen und für den anderen eine Gelegenheit für jemanden eine gute Erinnerung zu produzieren.

Leider versäumen es die Erwachsenen, immer öfter, der Jugend zu vermitteln, worum es sich beim Weihnachtsfest, überhaupt, handelt.

Allen Menschen dieser Welt wünsche ich, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Christian L.

 

Gisela E.


Mutti gesucht II.

….in der Innenstadt angekommen, die Kleinen an den Händen und ab in die Geschäfte. Hosen, Pullover, Socken, Jacken und vor allem Schuhe müssen es sein. Oh ja, wir hatten uns gut vorbereitet und einen Plan erstellt, in welche Geschäfte wir gehen. Nach dem Wir uns geeinigt hatten und zwischen den einzelnen Geschäften die Eisdiele und McDonald´s platziert hatten, stürmten wir fröhlich drauf los. Zwischen Hosen und Schuhen immer wieder Papa ich muss Mal oder ich habe Durst, ja das kratzt an den Nerven. In diesen stressigen Momenten tröste ich mich mit den Worten, irgendwann hören sie ja auf zu wachsen, und schon geht es besser.

Nach 3 Stunden einkaufen war die Rasselbande schon recht müde. Auf dem WEG zu Kasse machte ich noch einmal halt bei Mützen und Handschuhen. Im nächsten Augenblick waren meine Kinder verschwunden.

Ungefähr 6 m vor mir sah ich wie eine, mir unbekannte erwachsene, Person mein Kind in den Arm nahm. Mit ein paar hastigen Schritten erreichte ich diese Person und entriss ihr mein Kind. Dabei schrie ich Sie an was das soll und schaute nach, ob mein Kind unversehrt war.

Dann wendete ich mich wieder dieser unmöglichen Person zu und bemerkte erst jetzt, dass es ihre eigene Mutter gewesen ist.

Stocksteif stand ich da und wusste nicht, wie mir geschah, die Kleinen schubsten mich an die Seite und weinten vor Freude, dass sie ihre Mutti wieder hatten.

Ich hatte nur noch einen Gedanken, Sie ist gesund und es geht Ihr gut….

© Christian L.

 Der Blick aus dem Fenster


Mutti gesucht.

Seit 8 Wochen bist Du schon weg und ich habe keine Ahnung, wo Du bist. Tagelang bin ich durch unsere Stadt gelaufen, um Dich zu finden. Doch egal wo ich Dich gesucht habe, alles war vergebens.

Nachdem ich alle Freunde, alle Krankenhäuser und auch die Polizei angerufen habe, kann ich nurnoch warten.

Unseren Kindern habe ich gesagt du währst zur Kur gefahren. Jeden Abend weinen Sie und ich kann Sie nicht wirklich beruhigen.

Ihnen fehlt ihre Mutti.

Die Liebe, Zuneigung und Zärtlichkeit, zu der eben nur eine Mutter fähig ist, kann man nicht so nebenbei imitieren. Kinder spüren, dass was nicht stimmt und langsam fragen sie mich, wer Schuld hat.

In einem Gespräch, was unsere Kleinen unter sich führen gaben Sie sich selbst die Schuld, dass ihre Mutti nicht mehr da ist.

Seit diesem Tag als Du uns verlassen hast, kann ich nicht mehr Arbeiten, es zerreißt mir das Herz, wenn ich nur an Dich denke.

Wo bist Du?.

Warum bist Du einfach so gegangen?.

Wenn ich als dein Mann etwas falsch gemacht haben sollte, bitte
ich dich, sag es mir. Wie soll ich etwas ändern, wenn ich es nicht erfahre?.

Weißt Du noch?, es war unser Traum. Nach drei Jahren haben wir uns verlobt. Zehn Monate später haben wir geheiratet und heute haben wir drei Kinder.

Liebes, es ist unser Traum und wir haben ihn wahrgemacht.

Wir lieben dich bitte komm nachhause.

Vielleicht brauchst Du Hilfe, um wieder nachhause zu finden.

Nutze jede Gelegenheit, die sich bietet, wir warten auf dich.

Wir stehen zu dir, egal was auch immer geschehen ist.

Bitte höre auf dein Herz und melde dich.

Diese Zeilen sind ein weiterer Versuch dich zu erreichen denn
keiner von uns gibt dich auf.

Bitte liebe Mutti
komm zu uns zurück wir lieben dich doch so sehr.

© Christian L.

Gisela E.


Jeder sucht.

 

Wo du auch bist, ich werde dich finden.

Dich werde ich unter Millionen erkennen.

Was du auch anstellst, ich werde deine Nähe spüren.

Niemand bringt mich auf eine falsche Spur.

Mein ganzes Leben schon bin ich auf der suche nach dir.

Warum ich dich bisher nicht gefunden habe,

ist mir erst jetzt klar geworden.

Ich hätte mich finden lassen sollen,

denn du warst auf der suche nach mir.

© Christian L.

A guy is peeking , tsktsk


Einer der schönsten Momente

An einem Herbsttag hatte ich einen Termin im Rathaus. Das Wetter war Mal wieder so richtig verregnet, als mochte der Tag nicht in Fahrt kommen. Da stand ich nun am Straßenrand im Regen und wartete darauf, dass die Ampel auf Grün umschalt. Im Gedanken versunken hoffte ich es möge nicht schlimmer werden. Plötzlich raste ein LKW  an mir vorbei und die Gischt schoss hoch.

In diesem Moment  faste mich jemand an den Arm und zog mich zurück.

Erschrocken sah ich auf. Diese Augen! …. Es waren Augen! …. Augen, wie ich sie noch nie sah.

Sie waren so klar, einfach perfekt.  Diese Frau hatte einen Blick, der die Sonne verblassen lässt und  ein gefrorenes Herz schlagartig auftauen konnte.

Einen Blick der dir sagt du bis Zuhause.

Wir sprachen kein einziges Wort.

Unsere Blicke waren, für Bruchteile einer Sekunde, in der Unendlichkeit gefangen .

Aufgeregt und stotternd bedankte ich mich bei ihr und fragte sie, wie ich mich erkenntlich zeigen kann.

Ihr Mann nahm sie in den Arm und sie ging, mit einem letzten Lächeln für mich, an mir vorbei.

Wir sind uns bisher nie wieder begegnet.

©Christian L.

en rouge et noir .......


…….du stehst wohl nur auf Dicke?

Was willst du denn mit der, ich Liebe dich doch so sehr und finde keine Ruhe.

Du bist nicht verheiratet und noch nicht einmal verlobt.

Wir könnten so glücklich sein. Warum willst du mich nicht?

Schau ganz genau hin, kein Gramm zu viel.

Schöne schlanke Beine, einen Knackarsch und einen tollen Busen.

Was bitte hat sie, was ich nicht habe?.

Weil du es bist, erkläre ich es dir zum letzten Mal.

Es spielt keine Rolle wie man äußerlich beschaffen ist.

Es spielt auch keine Rolle, ob du mich liebst.

Es ist nett aber nicht wichtig.

Wichtig ist von dem Menschen genauso geliebt zu werden, wie man ihn liebt.

Diesen Status kannst du nicht erreichen und damit du siehst wie ernst es mir ist kündige ich dir die Freundschaft.

Wenn du dich für mein Glück nicht freuen kannst, bist du keine Freundin.

(C) Christian L.


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Ist die Liebe eine Fee der Bekleidungsindustrie?.

Seit vielen Jahren beobachte ich, dieses seltsame verhalten, sehr vieler Menschen und habe keine gesicherte Erklärung dafür.

Hierzu bemühe ich einige Gegebenheit aus dem Freundeskreis.

Nun nennen wir unser erstes Beispiel Jürgen (Name geändert) er ist ein Single, schlank geschmackvoll gekleidet und hat ein gepflegtes Äußeres. Frauen meinten, zu jener Zeit, ja nicht schlecht.

BUMMMM knallt die Liebe in sein wie ein Scheunentor geöffnetes Herz und richtet ein verheerendes Chaos an.

Er hat eine Göttin gefunden, welch ein Glück schreit er innerlich, sie kann kochen.

So Dosenessen tschüss und her mit Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch. Vorbei ist es nun mit dem Waschbrettbauch und das Wort Sixpack kommt nur noch in Verbindung mit Bierholen vor.

Seine Kleidergrößen ändern sich.

Egal sagt Sie, mein Essen schmeckt ihm, also liebt er mich.

OK ein anderes Beispiel:

Eine sehr liebe Freundin nennen wir Sie kurzerhand Jutta (auch dieser Name wurde aus rechtlichen Gründen geändert). Sie war über 10 Jahre verheiratet hat 2 Kinder und ist jetzt alleinerziehend. Sauber war Sie immer doch mit den Jahren hat sich ein Schlabberlook entwickelt, weil Sie mächtig zugelegt hat.

Aus Frust hat Sie diese Figur noch etwas ausgebaut, bis Sie den Verlust der Liebe überwunden hatte.

Nun nach ca. 8 Monaten ist Sie wieder normalgewichtig und darf sich zum Dank neu einkleiden.

(C) Christian L.


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